Wearing History Phyllis

The Making of ‚Phyllis’…

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog.

Ich habe in den vergangenen Wochen bereits angefangen mich auf dieses Projekt vorzubereiten, indem ich die Schnittteile kopiert und ausgeschnitten habe. Vor mir liegt das Schnittmuster von Wearing History ‚Phyllis‚, es handelt sich hier um einen echten Vintage Schnitt, der gradiert und neu gedruckt wurde.

Ich habe bisher keine Näh Erfahrung mit Wearing History Schnitten, aber bezeichne mich durchaus als Erfahrene Näherin bzw. ‚Advanced‘.

Die Techniken, die ich in meiner Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin gelernt habe helfen mir immer wieder dabei mich mit unbekannten Schnitten und Anleitungen auseinander zu setzen. Ich breche im Grunde genommen jede Anleitung auf kleinere Schritte auf und arbeite nach dem Schema: Stoff vorbereiten (waschen, bügeln), Schnitt kontrollieren (stimmen die Maße mit einen überein?) und kopieren, Zuschnitt + Markierungen, Kleinteile anfertigen (wie Abnäher, Kragen, Taschen, Falten) und schlussendlich Montage.

Ich nutze als Kopierpapier eine Rolle leicht transparentes Papier aus dem Bastelladen. In meinem Fall ‚Die Tube‘ in Köln. Ich bin mir aber sicher, das es Variationen davon in gängigen Künstlergeschäften gibt (zb. Boesner). Für mich ist normales Schnittpapier meistens etwas lästig, da es sehr schnell sehr stark verknittert oder schnell einreißt. Von Folie oder Mülltüten bin ich auch kein Fan und Backpapier ist meist etwas zu schmal für meinen Geschmack. Meine Rolle hat eine Breite von ca. 90cm. Da ich sie vor 3 Jahren mindestens gekauft habe, weiss ich leider nicht mehr wie viel Material darauf war. Aber es ist sehr ergiebig.

Heute habe ich mich entschlossen den Stoff, den ich für das Modell ausgewählt habe zuzuschneiden, ursprünglich hatte ich geplant einen nicht elastischen grünen Jeans Stoff zu nehmen, der dadurch auch wesentlich mehr Stand hat. Leider konnte ich beim Kauf nicht fündig werden. Nun nutze ich zwar ebenfalls eine Köperbindung, aber aus 62% Polyester 32% Viskose und 6% Elasthan. Ich habe in der Vergangenheit Vintage Hosen aus unelastischem Material genäht, aber da ich zu einer breiten Hüfte neige, hat sich das nie als besonders bequem herausgestellt. Ich habe im Oberteil eine Größe kleiner als die Hose ausgewählt und an meiner verstellbaren Schneiderpuppe den Sitz geprüft, außerdem sollten 6% Elasthan ein sehr vergebendes Stück Kleidung ergeben.

Der Fall des Modells wird hier aber stark durch meine Stoffwahl beeinträchtigt werden – wir werden sehen, inwiefern das ein Nachteil sein wird.

Die Farbe passt perfekt zum Zweck. Ich würde gerne mit meinem Freund und seiner WWII Indian zu einem Treffen fahren und ich glaube der Overall ist der perfekte Aufzug dafür.

Im nächsten Beitrag zeige ich, wie ich die Markierungen auf den Stoff übertrage und die Kleinteile anfertige. In vielen Schnittanleitungen, so auch hier, näht man bereits das Kleidungsstück und soll immer wieder innehalten, um noch schnell den Kragen oder Klappen zu nähen, wenn man eigentlich schon bei der Montage ist. Vielleicht handhabt man das so aus Platzmangel, aber ich finde es einfach nur störend, und für Anfänger auch sehr verwirrend. (Das hat nichts mit WH zu tun, es geht hier um Original Anleitungen, die sie auch aufbereitet hat. Das ist ein grundsätzliches Layout, das von Herstellern genutzt wird. Für mich besonders auffällig bei Burda Schnitten.)

Wie machst du das, wenn du eine fertige Schnittanleitung benutzt?

Liebe Grüße

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